Author : Markus K.

Poker ist heutzutage allgegenwärtig. Sei es wegen eines Raubüberfalles auf die European Poker Tour in Berlin oder einfach, wenn man abends DSF im Fernsehen anschaltet und eine Poker live sendung sieht. Es finden Turniere mit zehntausenden Spielern und Preisgeldern in Millionenhöhe statt, in Las Vegas gewinnen professionelle Spieler mit Poker in einer Nacht das, was ein Normalverdiener in 50 Jahren erwirtschaftet und sehen dabei noch lässig aus, mit $5000 Chips in der Hand und einer Ray Ban auf der Nase.
Damit sie sich aber selbst in die Scharen derer reihen können, die Geld mit Poker verdienen, müssen sie zunächst das theoretische Grundgerüst des Spiels verstehen.

Jede Pokervariante – die populärsten werden in den nächsten Wochen auf diesem Blog vorgestellt – wird mit einem 52-Karten-Spiel gespielt: 2-10, Bube, Dame, König und Ass, jeweils in Herz, Pik, Kreuz und Karo. Dabei können, je nach Spielart, zwei bis theoretisch 22 Spieler von der Partie sein, de facto wird aber selten mit mehr als 10 Spielern gespielt. Jeder Spieler startet im Poker mit einer vorher definierten Anzahl Spielchips (z.B. 100). Das Ziel beim Poker ist es, Chips zu gewinnen. Oft repräsentieren die Chips im Poker natürlich echtes Geld, wenn man also an einem Pokertisch für 100 Euro 100 Chips gekauft hat, dann von 100 auf 200 Chips verdoppelt und sich entscheidet, den Tisch zu verlassen, bekommt man 200 Euro zurück. In Turnieren wird allerdings um Platzierungen gespielt, man spielt also so lange, bis nur noch ein Spieler übrig ist. Dann werden entsprechend der Platzierung Preisgelder ausbezahlt. Ausgeteilt wird beim Poker, wie bei den meisten Kartenspielen, im Uhrzeigersin reihum, wobei nach jeder fertig gespielten Hand die Aufgabe des Kartenmischens und –gebens ebenfalls um einen Spieler weiter wandert. Diese Funktion nennt man im Poker „Dealer“. Direkt nach dem Dealer kommt der „Small Blind“, dann der „Big Blind“. Dazu jetzt mehr. Bei jedem Pokerspiel gibt es einen Mindesteinsatz. Bei Spielen mit Blinds ist das der „Big Blind“. Der „Small Blind“ beträgt einfach immer die Hälfte davon. In einem Spiel, in dem die Blinds also bei „10/20“ stehen, muss der Small Blind 10 Chips und der Big Blind 20 Chips setzen. Damit wird garantiert, dass immer ein Mindestbetrag im Pot ist. Alternativ zum Blind-Konzept gibt es auch Spielvarianten im Poker mit einer „Ante“ – in diesem Fall muss jeder Spieler, der eine Hand ausgeteilt bekommt, einen Mindestbetrag setzen.

Soviel zum Grundgerüst. Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Das Ziel in jeder Hand beim Poker ist es, sich aus allen verfügbaren – also offenen, für alle sicht- und verwendbaren und allen verdeckten – Karten das Beste, immer aus 5 Karten bestehende, Blatt zusammen zu stellen. Hier aufsteigend nummeriert die möglichen Blätter im Poker:

High Card: Man hat keins der unten stehenden Blätter. In diesem Fall zählt die höchste Karte.

high card 300x103 Eine Einführung in Poker

High Card

Pair: Man hat zwei Karten desselben Wertes. Wenn zwei Spieler ein pair haben, zählt das Höhere.

one pair 300x103 Eine Einführung in Poker

Pair

Two Pair: Man hat zwei Paare. Wenn zwei Spieler zwei Paare haben, zählt das Höchste.

two pair 300x103 Eine Einführung in Poker

Two Pair

Trips: Man hat drei Karten desselben Wertes. Es zählen, wie beim pair, die höheren Trips.

tris 300x103 Eine Einführung in Poker

Trips

Straight: Man hat 5 Karten in einer Reihe. Bei zwei straights zählt die höchste Karte der straight.

straight 300x103 Eine Einführung in Poker

Straight

Flush: Man hat 5 Karten in einer Farbe. Bei zwei Flushes zählt die höchste Karte.

flush 300x103 Eine Einführung in Poker

Flush

Full House: Man hat ein Pair und Trips. Es zählen bei zwei Full Houses die höheren Trips, bei gleichen Trips das höhere pair.

full house 300x103 Eine Einführung in Poker

Full House

Four of a Kind: Man hat alle vier Karten desselben Wertes

four of a kind 300x103 Eine Einführung in Poker

Four of a kind

Straight Flush: Man hat eine straight in einer Farbe

straight flush 300x103 Eine Einführung in Poker

Straight Flush

Royal Flush: Man hat einen straight flush mit dem Ass als höchste Karte

royal flush 300x103 Eine Einführung in Poker

Royal Flush

Das faszinierende am Poker ist aber, dass nicht immer die beste Hand gewinnt. Wenn man nämlich seinen Gegner mit geschickten, oft großen Einsätzen dazu bringt, seine Hand zu folden, gewinnt man den Pot. Wie man in den einzelnen Wettrunden setzt und damit seinen Gegner dominiert, werden euch die in den kommenden Wochen folgenden Artikel zu Poker erklären.

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