Wir heißen sie ganz herzlich willkommen zum ersten Artikel im neuen Jahr hier auf unserem Blog, dass sich mit allem rund um das große Thema Online No Limit Hold em und der Generellen Pokersoftware, die es im Internet so gibt, beschäftigt. Dies ist erst der zweite Artikel in unserer aktuellen Serie, die sie nun endlich tiefer in die Materie des Poker einführt, als es in den letzten Monaten in den vorherigen Beitragsreihen möglich war, denn mittlerweile haben sie endlich das Zeug zum guten Pokerprofi, der mit Poker Millionen erwirtschaftet und trotzdem immer emotional distanziert und kühl sein bestes Spiel herunter spielt. Uns geht es heute um eins der wichtigsten Konzepte, wenn es darum geht, wie man beim Poker am besten das Kunststück vollbringt, einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn es mal wie der nicht so gut läuft: Den Expected Value. Expected Value ist als Bergriff im Online Poker vor einiger Zeit schon aufgekommen und wird seitdem auch recht inflationär gebraucht, weil man sich sehr leicht in den Expected Value flüchten kann, wenn es mal nicht so gut läuft und dann leicht einen Sündenbock hat, auf den man sein ganzes angebliches Pech schieben kann. Tatsache ist jedoch, dass der Expected Value bei weitem nicht alles an Verlusten erklären kann und wird, die sie so in einem Downswing erleben werden, das allermeiste wird nach wie vor durch schlechtes Spiel verloren. Man muss den Expected Value also immer parallel zu anderen Zahlen sehen. Dennoch bietet er eine gewisse Erklärungskraft und wird es ihnen leichter machen, die Frage zu beantworten, ob sie gerade schlecht oder gut spielen, wenn es mal schlecht läuft.
Stellen sie sich den Expected Value einfach als theoretischen Wert vor der ihnen sagt, wieviel sie in einer beliebigen Situation gewinnen sollten, wenn alles so liefe, wie es immer läuft. Zum Beispiel hieße dass, wenn sie mit zwei achten auf dem Flop auf dem acht, acht, vier liegt gegen zwei Asse all in gingen, dass sie in diesem Fall fast immer gewinnen würden (es könnten zwei Asse auf Turn und River kommen, in diesen Fällen würden sie verlieren, sie haben aber 96%, diese Hand zu gewinnen) und dass deswegen ihr Expected Value Graph in der Pokersoftware fast genau um den den Betrag nach oben gehen wird, der im Pot ist. Genauer gesagt wird er um 96% dieses Betrages nach oben gehen. Wenn sie Preflop mit Damen gegen Ass König all in gehen, wird der Expected Value Graph fast gleich gleiben, da sie ungefähr einen Coin Flip haben. Das heißt, der Expected Value Graph ist völlig unabhängig von ihren tatsächlichen Ergebnissen, er zeigt nur an, wieviel sie gewonenn haben sollten. Außerdem zeigt er das nur für Pots an, in denen sie preflop, am Flop oder am Turn All-In gegangen sind. In der Konsequenz bedeutet das also, wenn sie viele Coin Flips hintereinander verlieren und andere Hände die sie eigentlich hätten gewinnen sollen, in denen sie also zum Beispiel siebzig oder achtzig Prozent hatten, dass sie unter dem Expected Value liegen. Das wiederum zeigt ihnen, dass sie nach Expected Value Pech hatten. Wenn sie also in ihren Pokertracker schauen und sie liegen unter dem Expected Value, wissen sie, dass sie nicht schlecht gespielt haben sondern nur pech hatten. Wenn ihr Expected Value allerdings auch nach unten geht, dann haben sie auch noch schlecht gespielt! Viele Spieler klagen, weil sie unter ihrem Expected Value liegen ohne zu erwähnen, dass der Expected Value auch abwärts geht, dass sie also ohnehin nach Expected Value langfristig Geld verlieren würden! Expected Value erklärt also lang nicht alles und vor allem beim live pokern ist es sehr schwer, auf Expected Value zu achten.
Originally posted 2011-01-13 17:11:14. Republished by Blog Post Promoter